Exchange 2010/2013/2016 Koexistenten und Transition

Intensivkurs EXS2016

Aufbau und Management einer Exchange 2016 Organisation

- inkl. Transition von Exchange 2010 & Exchange 2013 -

In diesem Intensivkurs planen und realisieren wir die Transition einer Mixed-Umgebung aus Exchange 2010 (min. SP3 UR11) und Exchange 2013 (min. CU10) auf Exchange Server 2016 in einem Windows 2012 R2 AD Forest.

ZIELGRUPPE
Das Seminar richtet sich an Exchange Systemmanager, Support-Ingenieure und IT-Planer.
Gute Kenntnisse in Active Direcrtory Netzwerk.

NIVEAU
★★★★☆ — ziemlich anspruchsvoll

DAUER
5 Tage

ORT
NT Systems Schulungszentrum Böblingen (Karte)

TERMINE

04.09. - 08.09.2017 noch Plätze frei
16.10. - 20.10.2017 noch Plätze frei
04.12. - 08.12.2017 noch Plätze frei

Zur Anmeldung

PREIS
3.450,- € zzgl. Mwst. – inkl. Mittagessen 14,- € / Tag

MINDEST-TEILNEHMERZAHL
Das Seminar findet ab einer Mindestzahl von drei Teilnehmern garantiert statt.

SCHULUNGSZEITEN
Am ersten Tag 10:00 - 17:30 Uhr
An Folgetagen 09:00 - 17:30 Uhr
Am letzten Tag (Freitag) 09:00 - 13:00 Uhr

ZERTIFIKAT
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Kursteilnehmer ein Zertifikat von NT Systems.


AUSFÜHRLICHE INFORMATIONEN

Im Folgenden finden besonders interessierte Leser ausführliche Informationen zu den im Kurs behandelten Themen.

Exchange Server 2016 hat nur noch zwei Rollen: Mailbox Server (MBS) und für die DMZ Edge Transport Server (ETS). Die korrekte Transition von Exchange 2010 / 2013 zu Exchange 2016 und die Verwaltung der "On-Premise" Exchange 2016 Organisation (Globale Einstellungen, Serverrollen, Empfängerobjekte, Tools) und deren Kommunikation untereinander sind Schwerpunkte des Kurses. Im Rahmen der Transition werden zunächst die Voraussetzungen für die Installation geprüft und die Organisation vorbereitet. Dann werden die Windows 2012 R2 Server und Exchange 2016 Server installiert. Wenn Windows Server 2016 verfügbar ist und von Exchange 2016 unterstützt wird, wird auch das neue 2016 OS eingesetzt.

Exchange 2016 (15.1) ist eigentlich keine große neue Version, sondern eher eine Erweiterung von Exchange 2013 (15.0). Mit Exchange 2016 wird der Weg zu Azure Cloud noch weiter voran getrieben. Das mit Exchange 2013 SP1 und Outlook 2013 SP1 eingeführte Clientzugriffsprotokoll MAPI over HTTP ist nun das Standardzugriffsprotokoll von Exchange 2016. In einer Mixed-Umgebung wird MAPI over HTTP nicht auf Organisationsebene, sondern auf dem Postfach aktiviert. Der Wegfall aller RPC- basierten Verbindungen vereinfacht die Gesamtinfrastruktur. Das Protokoll HTTP(S) ermöglich, den transparenten Zugriff auf das Postfach und andere Ressourcen, egal ob diese On-Premise oder in der Cloud liegen. Mit dem Exchange Administrative Center (EAC) kann sowohl Exchange On-Premise als auch Office 365 verwaltet werden.

Nach der Installation der Server werden diese für einen Parallelbetrieb mit Exchange 2010 und 2013 konfiguriert und der Zugriff durch Clients unter Outlook demonstriert. Dabei lernen Sie, die selbstsignierten Zertifikate auf 2016 Servern durch vertrauenswürdige Zertifikate zu ersetzen. Um auch Tablets und Smartphones optimal zu unterstützen, wurde Outlook on the Web (OoW) eingeführt, das Outlook Web App (OWA) ablöst. OoW liefert eine reiche Erfahrung für eine breite Palette von Client Geräten. Chrome Browser und Android erhalten mehr Unterstützung. Ein Thema ist auch die URL Steuerung, um Proxying und Redirection korrekt konfigurieren zu können.

Seit Exchange 2010 arbeitet eine Organisaition mit einem neuen administrativen Modell, der Role Based Access Control (RBAC), das mit Exchange 2016 verfeinert wird. Nun können administrative Aufgaben sehr fein an universelle Gruppen oder einzelne User delegiert werden. Es ist nun möglich, nach einem hierarchischen System eigene Rollen zu definieren und granular mit Berechtigungen auszustatten. Anhand praktischer Übungen lernen die Teilnehmer, in verschiedenen Schwierigkeitsstufen Aufgaben mit RBAC zu lösen.

Exchange 2016 setzt wieder auf die bewährte Hochverfügbarkeit seines Vorgängers, die Database Availability Groups (DAG). Für erhöhte Verfügbarkeit können die Datenbanken in einer DAG organisiert und auf bis zu 16 Server repliziert werden. DAG nutzt die Funktionalität von Windows Failover Cluster, nicht jedoch dessen Ressourcen Modell. Sie lernen, Postfach- Datenbanken korrekt zu konfigurieren, so dass die Verwaltung Ihrer Database Availability Group (DAG) auf einer optimalen Konfiguration aufsetzt. Wir praktizieren den Einsatz von Mountpoints, so dass eine erweiterbare und flexible Datenstruktur entsteht, welche die Verfügbarkeitstechnik AutoReseed unterstützt. Im Kurs werden Organisationsmodelle auch für umfangreiche Implementierungen vermittelt. In diesem Kurs EXS2016 wird Exchange HA in einem Single-Site Szenario eingerichtet und konfiguriert. Komplexe Umgebungen mit mehreren Sites und redundanten Datacentern erlernen Sie im NT Systems Kurs "Advanced Exchange 2016 High Availability".

Um den Nachrichtenfluss zu verwalten und zu verfolgen, beschäftigen wir uns mit der Transport Pipeline von Exchange 2016, mit deren Queues und Transport Logs. Der Hub Transport Server als eigenständige Rolle existiert nicht mehr, stattdessen werden nun mehrere Transport Services ausgeführt, die sich die verschiedenen Aufgaben der Übermittlung teilen. Auf den Mailbox Servern läuft der Mailbox Transport Submission Service, der Mailbox Transport Delivery Service, der Transport Transport Service und der proxy- artige Frontend Transport Service, der keine eigenen Queues unterhält. Im Kurs lernen Sie, die globalen Transporteinstellungen wie Sende- und Empfangs- Domains oder Email Address Policies unter Exchange 2016 korrekt zu konfigurieren und den internen Nachrichtenfluß zu unterstützen. Es werden Sende- und Empfangsconnectors angelegt und konfiguriert. Sie lernen Backpressure und die Transportdatenbank kennen. Wir praktizieren diese Schritte mit echten SMTP-Domänen (Xchange-center.de, Cluster-center.de etc.) und können durch eine Firewall hindurch E-Mails empfangen und versenden. Um das Transportmodell in Hybridszenarien zu verstehen, werden verschiedene Modelle diskutiert.

Mit dem Transport eng verbunden sind die Transportregeln. Es werden die Neuerungen präsentiert, Prädikate und Möglichkeiten wurden erweitert, die Data Loss Prevention (DLP) wird vorgestellt.

Bei den Empfängerobjekten werden nun Shared Mailboxes in einem einfachen Verfahren am EAC angelegt, statt wie bisher mit der Management Shell. Für die Kollaboration mit Sharepoint werden Site Mailboxen angeboten. Die Verwaltung der traditionellen und der neuen Empfängerobjekte wird vorgestellt und der Umzug zu Exchange 2016 anhand der neuen Migration Batches eingeübt. Wie unter Exchange 2013 werden Adresslisten und Adresslisten- Policies angeboten, die allerdings nun an der Exchange Management Shell verwaltet werden müssen. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei die Neuerungen bei der Offline Address List, die seit Exchange 2013 auf völlig neuer Grundlage arbeitet.

Vollkommen neu geschrieben wurde bereits mit Exchange 2013 das Subsystem der öffentlichen Ordner. Es gibt keine Public Folder Databases mehr, stattdessen werden Public Folder nun in speziellen Mailboxen, den Public Folder Mailboxes gespeichert. Diese Mailbox nutzt wie alle anderen auch den Schutz durch die Datenbankreplikation der DAG. Exchange 2016 nutzt ebenfalls diese Technologie. Sie lernen einerseits, Public Folder Mailboxen anzulegen und die Migration einer Exchange 2010 Public Folder Hierarchie in diese Mailboxen zu implementieren. Dann machen wir Sie mit der Speicherung der Ordnerdaten in weiteren Mailboxen vertraut. Administratoren können so viele Mailboxen für die Speicherung verwenden wie erforderlich, aber nur eine Mailbox enthält eine schreibbare Kopie der Hierarchie. Damit fallen alle Probleme mit der internen Replikation weg. Werden die Public Folder bereits unter Exchange 2013 ausgeführt, ist die Migration bedeutend einfacher.

Am Ende der Transition werden die Verfahren vorgestellt, um bestehende Exchange 2010/2013 Server zu deinstallieren.

Mit der aktuellen 2016 Version wird das Thema Compliance weiter in den Mittelpunkt gerückt. Dazu gehören Verfahren, mit denen die Einhaltung bestimmter Unternehmensregeln für den Umgang mit Nachrichten und anderen Daten der Exchange Umgebung sichergestellt werden kann. In vielen Unternehmen stellt sich die Frage, wie die rechtsverbindliche Archivierung von Mails gelöst werden kann. Seit Exchange 2010 bietet sich dazu die integrierte Archivierungslösung an, deren Fähigkeiten mit Exchange 2016 weiterentwickelt wurden und die in diesem Kapitel vorgestellt und implementiert werden. In Exchange 2016 wurden öffentliche Ordner in den Workflow von In-Place eDiscovery und -Speicher integriert. Mithilfe von In-Place eDiscovery können Sie öffentliche Ordner in Ihrer Organisation durchsuchen und diese in einem In-Situ-Speicher platzieren. Vergleichbar zur Aufbewahrung eines Postfachs können Sie eine abfragebasierte und zeitbasierte Aufbewahrung für öffentliche Ordner aktivieren. Dazu kommt die eDiscovery für die übergreifende Suche nach bestimmten Nachrichten und die Auditierung von Mailboxzugriffen. Damit kann verfolgt werden, wer sich an den Postfächern in Ihrer Organisation anmeldet und welche Aktionen ausgeführt werden. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Verfolgung des Postfachzugriffs durch Benutzer, die nicht mit dem Postfachbesitzer identisch sind. Die Compliancesuche ist ein neues Tool für die eDiscovery-Suche in Exchange 2016 mit neuen und verbesserten Funktionen für Skalierung und Leistung. Sie können damit eine große Anzahl von Postfächern gleichzeitig durchsuchen.

Exchange 2016 umfasst ein Plug-In für die Windows Server-Sicherung, mit der Sie VSS-basierte Sicherungen von Exchange-Daten erstellen können. Sie können auch die Windows Server-Sicherung verwenden, um Exchange-Datenbanken zu sichern und wiederherzustellen. Zum Sichern und Wiederherstellen von Exchange müssen Sie eine Exchange-fähige Anwendung verwenden, die den VSS Writer für Exchange unterstützt, z. B. die Windows Server-Sicherung (mit dem VSS-Plug-In), Microsoft System Center Data Protection Manager oder eine VSS-basierte Drittanbieteranwendung mit Exchange-Unterstützung.

Im Kapitel Troubleshooting werden die Verfahren zur Fehlerbehebung in Transport und Clientzugriff praktiziert, die Vielfalt der Logfiles auf den Transport Services erläutert und eine Reihe von wertvollen Hilfsprogrammen vorgestellt. Das seit Exchange 2013 eingeführte Active Monitoring wird in diesem Kurs nur kurz beschrieben. Die Tiefe von Active Monitoring wird im Kurs "Advanced Exchange 2016 High Availability" behandelt.

Dieser Kurs wird durch die Kurse Exchange Server 2016 High Availability mit Active Monitoring und Exchange Hybrid ergänzt.

Exchange 2010/2013/2016 Koexistenten und Transition
Exchange 2010/2013/2016 Koexistenten und Transition

Hinweis: Bitte bringen Sie zum Kurs Ihre Evaluation DVD oder ISO mit der gewünschten Sprachversion mit. Wir dürfen keine Volume License für Kurse nutzen!

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