Exchange 2013/2016/2019 Umgebung

Intensivkurs EXS2019

Aufbau und Management einer Exchange 2019 Organisation

- Messaging Continuity mit Exchange Server -

In diesem neuen Intensivkurs planen und realisieren wir die Transition einer Mixed-Umgebung aus Exchange 2013 (min. CU10) und Exchange 2016 (min. CU11) zu Exchange 2019 auf Windows Server 2019 GUI oder Core. Für den Betrieb von Exchange 2019 wird ein 2012 R2 oder 2016 AD Forest genutzt.

Wichtig! Wenn Sie eine Exchange 2010 Umgebung auf 2016 migrieren, sollten Sie unseren Kurs Exchange 2016 besuchen, den wir im September 2019 zum letzten Mal anbieten.

ZIELGRUPPE
Das Seminar richtet sich an Exchange Systemmanager, Support-Ingenieure und IT-Planer.
Kenntnisse in Active Directory und Netzwerkinfrastruktur sind hilfreich. Kenntnisse über SMTP basierte Mailsysteme sind sehr hilfreich.

NIVEAU
★★★★☆ — ziemlich anspruchsvoll

DAUER
5 Tage

ORT
NT Systems Schulungszentrum Böblingen (Karte)

TERMINE

15.07 - 19.07.2019 noch Plätze frei
23.09 - 27.09.2019 noch Plätze frei
11.11 - 15.11.2019 noch Plätze frei

Zur Anmeldung

PREIS
3.750,- € zzgl. Mwst. – inkl. Mittagessen 15,- € / Tag

MINDEST-TEILNEHMERZAHL
Das Seminar findet ab einer Mindestzahl von drei Teilnehmern garantiert statt.

SCHULUNGSZEITEN
Am ersten Tag 09:00 - 17:00 Uhr
An Folgetagen 08:30 - 17:00 Uhr
Am letzten Tag (Freitag) 08:30 - 13:00 Uhr

ZERTIFIKAT
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Kursteilnehmer ein Zertifikat von NT Systems.


AUSFÜHRLICHE INFORMATIONEN

Im Folgenden finden besonders interessierte Leser ausführliche Informationen zu den im Kurs behandelten Themen.

Enterprise Messaging
Exchange Server 2019 basiert auf der bewährten Architektur seiner Vorgänger, verschiebt aber den Schwerpunkt weiter in Richtung Enterprise Messaging. Server mit den Mailbox- und Clientzugriffsdiensten sollen mit mindestens 128 GByte RAM betrieben werden und unterstützen maximal 256 GByte RAM. Damit können noch mehr Mailboxen als bisher pro Server gespeichert werden – es ist eine Scale-Up Architektur. Große Zahlen von Anwendern können mit weniger Servern als bisher bedient werden; jedoch ist der Betrieb einer eigenen Messaging- Lösung für kleinere Umgebungen weniger attraktiv. Die Strategie ist, dass nur noch große Umgebungen eigene Server betreiben; Small- und Medium Businesses sollen nach Microsofts Vorstellungen verstärkt mit Exchange Online / Office 365 oder Hybrid- Bereitstellungen arbeiten.

Kontinuität in einer Mixed Umgebung 2013/2016/2019
Im Kurs lernen Sie, wie der Betrieb einer Exchange Organisation unter Exchange 2013 / 2016 unter Einbeziehung neuer Server unter Exchange 2019 unterbrechungsfrei fortgesetzt werden kann. Ein wichtiger Punkt ist die Kontinuität der Benutzerumgebung, denn langjährige Outlook- Anwender ändern ungern ihre Gewohnheiten. Auch ist der Weg in die Cloud nicht für jedes Unternehmen möglich oder attraktiv. Bis zum Support-Ende von Exchange 2016 werden viele Server dieser Version im Einsatz bleiben, im Zusammenspiel mit neuen Features wird dies für viele Kunden der Weg sein, ihre Messaging- Umgebung aufrecht zu erhalten. Der vorliegende Kurs will aufzeigen, wie eine Organisation einerseits flexibel die Voraussetzungen für ein Hybrid- Szenario errichtet und andererseits effektiv mit On-Premise Mailboxen umgeht.

Exchange 2019 Server bieten wie ihre Vorgänger nur zwei Rollen an, Mailbox Server mit Front-End und Transport, oder Edge Transport Server. Wir zeigen die korrekte Transition von Exchange 2013 / 2016 zu Exchange 2019 und die Verwaltung der "On-Premise" Exchange Komponenten (Globale Einstellungen, Serverrollen, Empfängerobjekte, Tools). Es wird intensiv auf die Kommunikation der Server untereinander und des Clients mit den FrontEnds eingegangen.

Transition zu Exchange 2019 auf Server mit GUI & 2019 Server Core
Im Rahmen der Transition werden zunächst die Voraussetzungen für die Installation geprüft und die Organisation vorbereitet. Dann werden Windows Server 2019 konfiguriert und Exchange Server 2019 darauf installiert. Sehr wichtig ist die Installation auf Windows Server 2019 Core, da dies die empfohlene Methode ist. Die Kursumgebung enthält daher stets Installationen von Exchange auf Windows Server Core.

Da eine Einführung von Exchange 2019 die korrekte Entfernung von Exchange 2010 Servern aus der Umgebung voraussetzt, wird optional die Deinstallation von Exchange 2010 Servern besprochen » Besuchen Sie unseren Exchange 2016 Kurs für die Exchange 2010 Migration.

Administration mit EAC und Management Shell inkl. Server Core
Nach der Installation der Server werden diese getestet und die Verwaltungswerkzeuge vorgestellt. Da die meisten Messaging- Administratoren mir Admin Center und Exchange Management Shell schon Erfahrung haben, wird gezielt auf die Fernverwaltung von Core Servern eingegangen. Wie gehabt ist RBAC (Role Based Access Control) die Methode, um Berechtigungen granular an die Administratoren und andere zu delegieren. Anhand praktischer Übungen lernen die Teilnehmer, in verschiedenen Schwierigkeitsstufen Aufgaben mit RBAC zu lösen.

Das schon mit Exchange 2013 SP1 und Outlook 2013 SP1 eingeführte Clientzugriffsprotokoll MAPI over HTTP ist das Standardzugriffsprotokoll von Exchange 2019. Es werden Methoden zur Fehlersuche gezeigt, falls die Umstellung nicht reibungslos verlaufen ist. Die restlichen FrontEnd Protokolle müssen sauber konfiguriert werden, da sonst keine Hybrid- Umgebung erzeugt werden kann. Ergebnis ist, dass die neuen Server für einen Parallelbetrieb mit vorhandenen Servern konfiguriert werden und der Zugriff durch Clients unter verschiedenen Outlook- Versionen funktioniert.

PKI Zertifikat
Dabei lernen Sie, die selbstsignierten Zertifikate auf Exchange Servern durch vertrauenswürdige Zertifikate zu ersetzen. Um auch Tablets und Smartphones optimal zu unterstützen, wurde Outlook on the Web (OoW) eingeführt, das Outlook Web App (OWA) ablöst. OoW liefert eine reiche Erfahrung für eine breite Palette von Client Geräten. Ein Thema ist auch die URL Steuerung, um Proxying und Redirection korrekt konfigurieren zu können und Autodiscover auf Load Balancern korrekt zu konfigurieren. Auch ein Load Balancer muss korrekt integriert werden, was im Kurs am Beispiel KEMP Loadmaster praktiziert wird.

Hochverfügbare DAG
Exchange 2019 setzt wieder auf die bewährte Datenbank- Hochverfügbarkeit seiner Vorgänger, die Database Availability Groups (DAG). Für erhöhte Verfügbarkeit können die Datenbanken in einer DAG organisiert und auf bis zu 16 Server repliziert werden. DAG nutzt die Funktionalität von Windows Failover Cluster, nicht jedoch dessen Ressourcen Modell. Sie lernen, Postfach- Datenbanken korrekt zu konfigurieren, so dass die Verwaltung Ihrer Database Availability Group (DAG) auf einer optimalen Konfiguration aufsetzt. Wir praktizieren den Einsatz von Mountpoints, so dass eine erweiterbare und flexible Datenstruktur entsteht, welche die Verfügbarkeitstechnik AutoReseed unterstützt. Im Kurs werden Organisationsmodelle auch für umfangreiche Implementierungen vermittelt.

Völlig neu ist die Fähigkeit, SSDs für die Auslagerung von I/O Operationen zu nutzen, bei denen die Latenzzeit der Platten eine Rolle spielt. Dies wird als MetaCacheDB (MCDB) bezeichnet. So wird die Nutzung von kostengünstigem Speicher gegenüber Shared Storage nochmals ausgebaut und ein Skalieren zu noch größeren Nutzerzahlen ermöglich.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt und die Server fertig konfiguriert, wird eine Exchange DAG in einem Single-Site Szenario eingerichtet. Das bevorzugte Verfahren ist, DAGs ohne IP-Adresse und Cluster Name Object (CNO) anzulegen. Es werden elementare Verwaltungsschritte und Verfahren zur Fehlerbehebung vorgestellt.
» Komplexe Umgebungen mit mehreren Sites und redundanten Datacentern erlernen Sie im NT Systems Kurs "Advanced Exchange 2016/2019".

Transport Pipeline
Um den Nachrichtenfluss zu verwalten und zu verfolgen, beschäftigen wir uns mit der Transport Pipeline, mit deren Queues und Transport Logs. Der Hub Transport Server als eigenständige Rolle existiert nicht mehr, stattdessen werden nun mehrere Transport Services ausgeführt, die sich die verschiedenen Aufgaben der Übermittlung teilen. Auf den Mailbox Servern läuft der Mailbox Transport Submission Service, der Mailbox Transport Delivery Service, der Transport Transport Service und der proxy- artige Frontend Transport Service, der keine eigenen Queues unterhält. Im Kurs lernen Sie, die globalen Transporteinstellungen wie Sende- und Empfangs- Domains oder Email Address Policies korrekt zu konfigurieren und den internen Nachrichtenfluß zu unterstützen. Es werden Sende- und Empfangsconnectors angelegt und konfiguriert. Sie lernen die Transportdatenbank und ihre Erfordernisse kennen, z.B. Backpressure. Wir praktizieren diese Schritte mit echten SMTP-Domänen (Xchange-center.de, Cluster-center.de etc.) und können durch eine Firewall hindurch E-Mails empfangen und versenden. Um das Transportmodell in Hybridszenarien zu verstehen, werden verschiedene Modelle diskutiert.

Mit dem Transport eng verbunden sind die Transportregeln. Es werden die Neuerungen präsentiert, Prädikate und Möglichkeiten wurden erweitert, die Data Loss Prevention (DLP) wird vorgestellt.

Empfängerobjekte
Für viele Administratoren ist die Verwaltung der Empfängerobjekte eine Tätigkeit, die einen Großteil der Arbeitszeit einnimmt. Es wird der Umzug von Mailboxen auf Exchange 2019 DAGs vorgestellt und mit Migration Batches eingeübt. Es gibt weiter Adresslisten und Adresslisten- Policies, die an der Exchange Management Shell verwaltet werden müssen. Auch die Offline Address Lists werden eingehend untersucht und ihr Einsatz für ein Enterprize- Umfeld optimiert.

Public Folders
Was das Subsystem der öffentlichen Ordner betrifft, ist der Umzug nach den Mühen der Migration von Exchange 2010 in die Public Folder Mailboxes überschaubar. Exchange 2019 nutzt ebenfalls diese Technologie. Sie lernen, wie Public Folder Mailboxen angelegt und Public Folder auf diese verteilt werden. Administratoren können so viele Mailboxen für die Speicherung verwenden wie erforderlich, aber nur eine Mailbox enthält eine schreibbare Kopie der Hierarchie. Damit fallen alle Probleme mit der internen Replikation weg.

Archivierung & Compliance
Mit Exchange 2013/2016 wurde das Thema Compliance weiter in den Mittelpunkt gerückt. Dazu gehören Verfahren, mit denen die Einhaltung bestimmter Unternehmensregeln für den Umgang mit Nachrichten und anderen Daten der Exchange Umgebung sichergestellt werden kann. In vielen Unternehmen stellt sich die Frage, wie die rechtsverbindliche Archivierung von Mails gelöst werden kann. Die Fähigkeiten der integrierten Archivierungslösung haben sich kontinuierlich weiterentwickelt. In Exchange 2016 wurden öffentliche Ordner in den Workflow von In-Place eDiscovery und -Speicher integriert. Mithilfe von In-Place eDiscovery können Sie öffentliche Ordner in Ihrer Organisation durchsuchen und diese in einem In-Situ-Speicher platzieren. Vergleichbar zur Aufbewahrung eines Postfachs können Sie eine abfragebasierte und zeitbasierte Aufbewahrung für öffentliche Ordner aktivieren. Dazu kommt die eDiscovery für die übergreifende Suche nach bestimmten Nachrichten und die Auditierung von Mailboxzugriffen. Damit kann verfolgt werden, wer sich an den Postfächern in Ihrer Organisation anmeldet und welche Aktionen ausgeführt werden. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Verfolgung des Postfachzugriffs durch Benutzer, die nicht mit dem Postfachbesitzer identisch sind. Die Compliancesuche ist ein neues Tool für die eDiscovery-Suche mit neuen und verbesserten Funktionen für Skalierung und Leistung. Sie können damit eine große Anzahl von Postfächern gleichzeitig durchsuchen.

Backup & Recovery
Exchange umfasst ein Plug-In für die Windows Server-Sicherung, mit der Sie VSS-basierte Sicherungen von Exchange-Daten erstellen können. Sie können auch die Windows Server-Sicherung verwenden, um Exchange-Datenbanken zu sichern und wiederherzustellen. Zum Sichern und Wiederherstellen von Exchange müssen Sie eine Exchange-fähige Anwendung verwenden, die den VSS Writer für Exchange unterstützt, z. B. die Windows Server-Sicherung (mit dem VSS-Plug-In), Microsoft System Center Data Protection Manager oder eine VSS-basierte Drittanbieteranwendung mit Exchange-Unterstützung.

Troubleshooting
Im Kapitel Troubleshooting werden die Verfahren zur Fehlerbehebung in Transport und Clientzugriff praktiziert, die Vielfalt der Logfiles auf den Transport Services erläutert und eine Reihe von wertvollen Hilfsprogrammen vorgestellt. Das seit Exchange 2013 eingeführte Active Monitoring wird in diesem Kurs nur kurz beschrieben. Die Tiefe von Active Monitoring wird im Kurs "Advanced Exchange" behandelt.

Dieser Kurs wird durch die Kurse Exchange Server 2016 High Availability mit Active Monitoring und Exchange Hybrid ergänzt.

Exchange 2013/2016/2019 Koexistenten und Transition
Exchange 2013/2016/2019 Koexistenten und Transition

Hinweis: Bitte bringen Sie zum Kurs Ihre Evaluation DVD oder ISO mit, wenn Sie eine spezielle Sprachversion wie z.B. " Französisch" wünschen. Wir dürfen keine Volume License für Kurse nutzen!

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